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Werl, Propsteikirche St. Walburga

Darstellung:
Das Zeichen folgt ikonografisch dem Motiv des Gnadenstuhls als Symbol der göttlichen Trinität: Die auf einem Thron mit betonten Seitenlehnen sitzende und nimbierte Figur von Gottvater hält vor sich den an das Kreuz geschlagenen Christus, über dessen Haupt eine Heilig-Geist-Taube schwebt. Diese Darstellung erinnert an die Präsentation des Heiligen Kreuzes in der Propsteikirche St. Walburga in Werl, wo unter einem Ziborium ein hölzernes Kruzifix gezeigt wird. Die Rückwand des Ziboriums ist mit einer Darstellung Gottvaters bemalt, der auf einer Bank mit betonten Seitenwangen thront. Auf diese Weise verbinden sich das gemalte Bild und die geschnitzte Plastik zur Darstellung eines Gnadenstuhles. Die Zuweisung nach Werl ist noch hypothetisch.
Datierung:
1415
Sonstiges:
Auf der Glocke finden sich weitere Pilgerzeichen aus Wilsnack, Aachen, Königslutter, Thann, ein Kölner Dreikönigszeichen und ein Kölner Ursulazeichen. Foto: Hartmut Kühne
Literatur:
KÜHNE/ Hartmut, Pilgerzeichen westfälischer Transitwallfahrten im Mittelalter
Jakobus-Studien 20
69-105, Klaus Herbers, Hartmut Kühne, Pilgerzeichen – „Pilgerstraßen“
Seiten:
S. 79-81.
Tags:
Gnadenstuhl

Werl, Propsteikirche St. Walburga

Literatur zu Pilgerzeichen aus diesem Ort:
Literatur zum Wallfahrtsort:
HALEKOTTE, Wilhelm, Stadt und Kreuz. Beiträge zur Werler Stadt-, Kirchen- und Kunstgeschichte von den Anfängen bis 1661
1987, Werl
zugehöriger Ort:
Werl
Stadt Werl, Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Werl