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Santiago de Compostela

Formtyp:
Jacobsmuscheln, pecten maximus mit zwei Durchbohrungen im Wirbelbereich
Fund:
Schleswig, Zusammen mit einem zweiten, ganz ähnlichen Exemplar wurde dieses Fundstück 1982 unter dem Schleswiger Rathausmarkt auf dem Kirchhof einer, Mitte des 13. Jh. aufgegebenen, Feldsteinkirche, in einer Bestattung (Grab 165) des ausgehenden 12. Jh. angetroffen. Beide Muscheln lagen auf dem Skelett, unterhalb des linken Rippenbogens. Grabungsfund
Sammlung:
Schleswig, Schleswig Holsteinisches Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte
Heiliger:
Jacobus maior
Darstellung:
Kleines, nahezu vollständiges Exemplar mit rosa Färbung in den beiden oberen Dritteln der Muschelklappe. Die Längsrillen auf den Rippen sind abgerieben, besonders zum Muschelsaum hin erscheinen gelb- bzw. schwarz-bräunliche Beläge. Im Wirbelbereich erscheinen zwei runde Durchbohrungen von 2,5-3,5 mm Größe.
Überlieferungsart:
Original
Datierung:
Ende 12. Jh.
Zustand:
Fast vollständig
Sonstiges:
Abb. nach Köster a.a.O.
Maße:
54 mal 55,5 mm
Literatur:
KÖSTER Kurt, Pilgerzeichen und Pilgermuscheln von mittelalterlichen Santiagostraßen
Ausgrabungen in Schleswig, Berichte und Studien 2.
1983
Seiten:
S. 123 mit Abb. 9/h
HAASIS-BERNER, Andreas, Pilgerzeichen des Hochmittelalters
2003, Würzburg
Seiten:
S. 54f
Tags:
Jacobus maior
alter Permalink:
http://www.pilgerzeichen.de/item/pz/1227

Santiago de Compostela

Literatur zu Pilgerzeichen aus diesem Ort:
HAASIS-BERNER, Andreas, Archäologische Funde von mittelalterlichen Pilgerzeichen und Wallfahrtsandenken in Westfalen
Westfalen 78
2000, Münster
HAASIS-BERNER, Andreas, Pilgerzeichen des Hochmittelalters
2003, Würzburg
WACHOWSKI, Krzysztof, Wallfahrten schlesischer Bürger im Mittelalter
Jahrbuch für Volkskunde NF 28
2005, 137-158
KÖSTER Kurt, Pilgerzeichen und Pilgermuscheln von mittelalterlichen Santiagostraßen
Ausgrabungen in Schleswig, Berichte und Studien 2.
1983
HAASIS-BERNER, Andreas, Pilgerzeichen zwischen Main und Alpen
Wallfahrten in der europäischen Kultur / Pilgrimage in European Culture, Tagungsband Pribram 26.-29. Mai 2004 = Europäische Wallfahrtsstudien 1
2006, Frankfurt, 237-252, Hartmut Kühne und Danial Dolezal (Hrsg.)
PETER-RÖCHER, Heidi, WANZEK, Burger, Pilger in der Prignitz ?Ein mittelalterliches Gräberfeld in Neuruppin-Treskow, Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Archäologie in Berlin Brandenburg 1995-1996
1997, Stuttgart, 146-145, Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landesmuseum für Ur- und Frühgeschichte und dem Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.)
Amark, Mats, Pilgrimsmärken på svenska medeltidsklockor
Antikvarikt Arkiv 28
1965
Literatur zum Wallfahrtsort:
zugehöriger Ort:
Santiago de Compostela
Gemeinde Santiago de Compostela, Provinz La Coruña, Galicien, Spanien
42.883333, -8.5333330000000007

Schleswig, Zusammen mit einem zweiten, ganz ähnlichen Exemplar wurde dieses Fundstück 1982 unter dem Schleswiger Rathausmarkt auf dem Kirchhof einer, Mitte des 13. Jh. aufgegebenen, Feldsteinkirche, in einer Bestattung (Grab 165) des ausgehenden 12. Jh. angetroffen. Beide Muscheln lagen auf dem Skelett, unterhalb des linken Rippenbogens. Grabungsfund

Ortshierarchie:
Schleswig
Gemeinde Schleswig, Landkreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein, Deutschland
54.450000762939453, 9.5

Die Pilgerzeichendatenbank dokumentiert die europäischen Pilgerzeichen des Mittelalters und stellt sie allen Interessierten zur Verfügung.

Die Pilgerzeichendatenbank knüpft an die von Kurt Köster begründete Forschungstradition an und setzt sie im Verbund mit zahlreichen Institutionen und Einzelpersonen in Deutschland und anderen europäischen Laendern fort.

Die Pilgerzeichendatenbank entstand am ehemaligen Lehrstuhl für Christliche Archäologie, Denkmalkunde und Kulturgeschichte der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie war seit 2010 beim Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin gehostet. Seit 2021 hat sie an der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (VZG) eine neue Heimat gefunden.

Die Pilgerzeichendatenbank bietet verschiedene Möglichkeiten zur Erschließung des Datenbestandes.

Neben einer Volltextsuche bilden drei Indizes den Inhalt der Datenbank unter je einem eigenen Gesichtspunkt ab. Darüberhinaus können Orte, Pilgerzeichen und Testimonien auch über Direktlinks der Form http://www.pilgerzeichen.de/item/TYPE/ID erreicht werden. Mögliche Item-Typen sind: 'w_ort' für einen Wallfahrtsort, 'f_ort' für einen Fundort, 'pz' für ein Pilgerzeichen dargestellt im Kontext seines Wallfahrtsortes, 'fd' für ein Pilgerzeichen dargestellt im Kontext seines Fundortes und 'tst' für ein Testimonium. Zum Beispiel führt die Adresse http://www.pilgerzeichen.de/item/pz/45 zu Pilgerzeichen

Indizes

Zur Erschließung der Datenbank stehen verschiedene Indizes zur Verfügung.

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