Hinweis: Um die korrekte Darstellung der Seite zu erhalten, müssen Sie beim Drucken die Hintergrundgrafiken erlauben.

Köln, Heilige Drei Könige/St. Ursula

Formtyp:
Gitterguß, rund, oben mit drei bzw. fünf gotischen Kronen, vier Ösen (Köln Typus D II nach HAASIS-BERNER/POETTGEN, bzw. Typ C-2 nach POETTGEN.)
Fund:
Breitenfelde bei Mölln, Glockenabguss
Gießer/Künstler:
Meister Peter Wulff
Heiliger:
Hl. Drei Könige/ St. Ursula
Darstellung:
Das kreisrunde von zweifacher Linie umrandete Feld ist von einem geraden Steg horizontal in zwei Felder geteilt. Im oberen Bereich die Anbetung der Hl. Drei Könige im französischen Schauspieltypus (d.h. erste König kniet und bietet dem Knaben seine Gabe dar, der zweite weist auf den, über dem nimbierten Marienhaupt stehenden, Stern, der dritte steht im Profil und hält seine Gabe vor sich). Gegenüber thront die Gottesmutter mit sitzendem Jesusknaben auf einem Bankthron, über dem Haupt des Kindes erscheint der sechsstrahlige Stern. Im unteren Bereich ist die heilige Ursula mit den Jungfrauen in einem Schiff dargestellt. Die Heilige steht mittig, in der rechten Hand einen Pfeil haltend, flankiert von zwei ihrer Gefährtinnen. Abb. nach
Überlieferungsart:
Glockenabguß
Datierung:
1511
Sonstiges:
Auf dieser Glocke befinden sich weiterhin ein Pilgerzeichen aus Klein Zecher (?) und eines aus Königslutter.
Maße:
Höhe 47 mm, Breite 42 mm
Literatur:
HAASIS-BERNER, Andreas; POETTGEN, Jörg, Die Mittelalterlichen Pilgerzeichen der Heiligen drei Könige ein Beitrag von Archäologie und Campanologie zur Erforschung der Wallfahrt nach Köln
Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters Jg. 30
2002, Bonn, 173-202
Seiten:
S. 197
POETTGEN, Jörg, Kölner Pilgerzeichen der Heiligen Ursula: Zeugnisse einer im 12. Jahrhundert beginnenden Wallfahrt
Jakobus-Studien 20
153-186, HERBERS; Klaus/ KÜHNE, Hartmut, Pilgerzeichen - "Pilgerstraßen"
Seiten:
S. 179.
Tags:
St. Ursla
Hl. Drei Könige
alter Permalink:
http://www.pilgerzeichen.de/item/pz/1139

Köln, Heilige Drei Könige/St. Ursula

Literatur zu Pilgerzeichen aus diesem Ort:
Andersson, Lars, Pilgrimsmärken och vallfart
Lund Studies in Medieval Archeology 7
1989, Lund
KÖSTER, Kurt, Mittelalterliche Pilgerzeichen und Wallfahrtsdevotionalien
Rhein und Maas. Kunst und Kultur 800-1400 (Ausstellungskatalog Köln 1972)
1972, Köln, 146-160, Anton Legner (Hrsg.)
VAN BEUNINGEN, H.J.E. van und KOLDEWEIJ, Adrianus Maria, Heilig en profaan. 1000 laatmiddeleeuwse insignes uit de collectie H.J.E. van Beuningen
Rotterdam papers 8
1993, Cothen
SCHAUGSTAT, Monika, Mittelalterliche Pilgerzeichen auf Glocken in mecklenburgischen Dorfkirchen
Mecklenburgische Jahrbücher 109
1993, 19-55
VAN BEUNINGEN, H.J.E./ KOLDEVWEIJ, A.M./ KICKEN,D., Heilig en Profan 2, 1200 laatmiddeleeuwse insignes uit openbare en particuliere collecties
2001, Cothen
HAASIS-BERNER, Andreas; POETTGEN, Jörg, Die Mittelalterlichen Pilgerzeichen der Heiligen drei Könige ein Beitrag von Archäologie und Campanologie zur Erforschung der Wallfahrt nach Köln
Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters Jg. 30
2002, Bonn, 173-202
HAASIS-BERNER, Andreas, Pilgerzeichen zwischen Main und Alpen
Wallfahrten in der europäischen Kultur / Pilgrimage in European Culture, Tagungsband Pribram 26.-29. Mai 2004 = Europäische Wallfahrtsstudien 1
2006, Frankfurt, 237-252, Hartmut Kühne und Danial Dolezal (Hrsg.)
Amark, Mats, Pilgrimsmärken på svenska medeltidsklockor
Antikvarikt Arkiv 28
1965
Literatur zum Wallfahrtsort:
OHLER, Norbert, Zur Seligkeit und zum Troste meiner Seele. Lübecker unterwegs zu mittelalterlichen Wallfahrtsstätten
Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde 63
1983, 83-102
HEYDEN, Hellmuth, Stralsunder Wallfahrten
Greifswald - Stralsunder Jahrbuch 8
1968/69, 29-37
zugehöriger Ort:
Köln
Gemeinde Köln, Stadtkreis Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
50.933334350585938, 6.9499998092651367

Breitenfelde bei Mölln, Glockenabguss

Ortshierarchie:
Breitenfelde bei Mölln
Gemeinde Breitenfelde bei Mölln, Landkreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein, Deutschland
53.599998474121094, 10.633299827575684

Die Pilgerzeichendatenbank dokumentiert die europäischen Pilgerzeichen des Mittelalters und stellt sie allen Interessierten zur Verfügung.

Die Pilgerzeichendatenbank knüpft an die von Kurt Köster begründete Forschungstradition an und setzt sie im Verbund mit zahlreichen Institutionen und Einzelpersonen in Deutschland und anderen europäischen Laendern fort.

Die Pilgerzeichendatenbank entstand am ehemaligen Lehrstuhl für Christliche Archäologie, Denkmalkunde und Kulturgeschichte der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie war seit 2010 beim Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin gehostet. Seit 2021 hat sie an der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (VZG) eine neue Heimat gefunden.

Die Pilgerzeichendatenbank bietet verschiedene Möglichkeiten zur Erschließung des Datenbestandes.

Neben einer Volltextsuche bilden drei Indizes den Inhalt der Datenbank unter je einem eigenen Gesichtspunkt ab. Darüberhinaus können Orte, Pilgerzeichen und Testimonien auch über Direktlinks der Form http://www.pilgerzeichen.de/item/TYPE/ID erreicht werden. Mögliche Item-Typen sind: 'w_ort' für einen Wallfahrtsort, 'f_ort' für einen Fundort, 'pz' für ein Pilgerzeichen dargestellt im Kontext seines Wallfahrtsortes, 'fd' für ein Pilgerzeichen dargestellt im Kontext seines Fundortes und 'tst' für ein Testimonium. Zum Beispiel führt die Adresse http://www.pilgerzeichen.de/item/pz/45 zu Pilgerzeichen

Indizes

Zur Erschließung der Datenbank stehen verschiedene Indizes zur Verfügung.

Der Index Wallfahrtsorte verzeichnet all jene Wallfahrtsorte von denen bekannt ist, dass sie Pilgerzeichen ausgegeben haben.
Der Index Fundorte verzeichnet alle Lokalitäten, an denen Pilgerzeichen als achäologische Artefakte, Abgüsse auf Glocken u.ä. oder als bildliche Darstellung gefunden wurden.
Der Index Motive verzeichnet die ikonographischen Elemente, die auf Pilgerzeichen begegnen.

Die einzelnen Wallfahrtsorte sind nach Ländern und Bundesländern sortiert über das Navigationsmenu erreichbar. Über die Auswahlliste können Sie die Ortsliste einschränken – etwa auf Orte, zu denen Pilgerzeichenfunde existieren – oder etwaige Einschränkungen aufheben, um eine Aufstellung aller bekannten Wallfahrtsorte zu erhalten.