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Rom, Petersdom/ San Pietro in Vaticano

Formtyp:
Flachguß rund, drei runden Ösen
Fund:
Rom, 1892 in Rom im Kunsthandel erworben. angeblich Fund aus dem Tiber
Sammlung:
Berlin, Bodemuseum, Inv.-Nr. 1753 (Kriegsverlust)
Heiliger:
Vera Ikon
Darstellung:
Das Zeichen zeigt eine Vera Ikon. Das Antlitz ist vertikal achsensymmetrisch mit langem welligen Strähnen herabfallendem Haar und Bart dargestellt. Die Stirn zeigt zwei stumpfwinklige V-Falten. Umgeben ist das Haupt des Gekreuzigten von einem Kreuznimbus, der von Einfachlinie gerandet ist. Der Hintergrund zeigt eine Straminmusterung. Die drei sichtbaren Kreuzarme gehen in je eine runde Öse über. Im unteren Bereich greift der Bart des Heilands über den Rand des Nimbus hinaus.
Überlieferungsart:
Original
Datierung:
spätes 14./ frühes 15. Jh.
Zustand:
Sehr gut.
Sonstiges:
Das Stück ist seit 1945 verschollen, Abb. nach KÜHNE/ BRUMME/ KRABATH/ LAMBACHER, a.a.O.
Maße:
47 mm Durchmesser
Literatur:
WULFF, Oskar, Altchristliche und mittelalterlich-byzantinische und italienische Bildwerke, Tl2
1911, Berlin
Seiten:
S. 76 und Tafel VII mit Abb.1920
KÜHNE; Hartmut/ BRUMME, Carina/ KRABATH, Stefan/ LAMBACHER, Lothar, Europäische Pilgerzeichen und verwandte Weißmetallgüsse des hohen und späten Mittelalters im Kunstgewerbemuseum und im Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin [Katalog],
Europäische Wallfahrtsstudien 4
2008, Frankfurt a. M. u. a, 249-384, Hartmut Kühne – Lothar Lambacher – Konrad Vanja, Das Zeichen am Hut im Mittelalter. Europäische Reisemarkierungen: Symposion in memoriam Kurt Köster (1912–1986) und Katalog der Pilgerzeichen im Kunstgewerbemuseum und im Museum für Byzantinische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin
Seiten:
370
Tags:
Vera Ikon
alter Permalink:
http://www.pilgerzeichen.de/item/pz/1002

Rom, Petersdom/ San Pietro in Vaticano

Literatur zu Pilgerzeichen aus diesem Ort:
WULFF, Oskar, Altchristliche und mittelalterlich-byzantinische und italienische Bildwerke, Tl2
1911, Berlin
VAN BEUNINGEN, H.J.E. van und KOLDEWEIJ, Adrianus Maria, Heilig en profaan. 1000 laatmiddeleeuwse insignes uit de collectie H.J.E. van Beuningen
Rotterdam papers 8
1993, Cothen
SCHAUGSTAT, Monika, Mittelalterliche Pilgerzeichen auf Glocken in mecklenburgischen Dorfkirchen
Mecklenburgische Jahrbücher 109
1993, 19-55
BRUNA, Denis, Enseignes de pelerinage et enseignes profanes
1996, Paris
Romei e Giubilei Il Pellegrinaggio medievale a San Peltro
Katalog zur Ausstellung im Palazzo Venezia ind Rom vom 29. Oktober 1999- 26. Februar 2000
1999, Milano
WACHOWSKI, Krzysztof, Wallfahrten schlesischer Bürger im Mittelalter
Jahrbuch für Volkskunde NF 28
2005, 137-158
Amark, Mats, Pilgrimsmärken på svenska medeltidsklockor
Antikvarikt Arkiv 28
1965
Literatur zum Wallfahrtsort:
OHLER, Norbert, Zur Seligkeit und zum Troste meiner Seele. Lübecker unterwegs zu mittelalterlichen Wallfahrtsstätten
Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde 63
1983, 83-102
HEYDEN, Hellmuth, Stralsunder Wallfahrten
Greifswald - Stralsunder Jahrbuch 8
1968/69, 29-37
JOHRENDT, Jochen, Römische Pilgerzeichen und das Kapitel von St. Peter im Vatikan. Eine übersehene Urkunde Gregors IX.
2009, 385-399, Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken
JOHRENDT, Jochen, Die Diener des Apostelfürsten. Das Kapitel von St. Peter im Vatikan (11.-13. Jahrhundert)
Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom 122
2011, Berlin
zugehöriger Ort:
Rom
Stadt Rom, Provinz Rom, Region Latium, Italien

Rom, 1892 in Rom im Kunsthandel erworben. angeblich Fund aus dem Tiber

Ortshierarchie:
Rom
Stadt Rom, Provinz Rom, Region Latium, Italien

Die Pilgerzeichendatenbank dokumentiert die europäischen Pilgerzeichen des Mittelalters und stellt sie allen Interessierten zur Verfügung.

Die Pilgerzeichendatenbank knüpft an die von Kurt Köster begründete Forschungstradition an und setzt sie im Verbund mit zahlreichen Institutionen und Einzelpersonen in Deutschland und anderen europäischen Laendern fort.

Die Pilgerzeichendatenbank entstand am ehemaligen Lehrstuhl für Christliche Archäologie, Denkmalkunde und Kulturgeschichte der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie war seit 2010 beim Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin gehostet. Seit 2021 hat sie an der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (VZG) eine neue Heimat gefunden.

Die Pilgerzeichendatenbank bietet verschiedene Möglichkeiten zur Erschließung des Datenbestandes.

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